Neuste Nachrichten von Fernando und René in Kuba

Liebe Compañer@s,

 

hier wieder die neusten Nachrichten zu den Cuban Five und eine vorläufige Bilanz, siehe unten:

  • 30. März 2014: René und Fernando haben den kubanischen Künstler Kcho besucht, der eine Ausstellung vorbereitet, in der er die Isolationszelle des Gefängnisses von Miami, das so genannte “Loch”, nachgebaut hat.
    (Quelle Realcuba’s Blog vom 29. März 2014, dort finden Sie auch die Fotos)
    Übersetzung
  • 30. März 2014: In einer außerordentlichen Sitzung der kubanischen Nationalversammlung hat Fernando González Llort gestern dazu aufgerufen, den Kampf für die Freiheit der verbliebenen Drei der Cuban Five fortzusetzen.
    Fernando bedankte sich bei der Solidaritätsbewegung für seine und Renés Entlassung und Rückkehr in ihre Heimat.
    Begleitet von kubanischen Repräsentanten und René González, der nach der Verbüßung seiner gesamten Strafe entlassen worden war, betonte Fernando die Wichtigkeit und Symbolik dieses Forums und seiner Bedeutung in der Geschichte des Landes.
    Er bedankte sich auch in seinem und im Namen seiner Brüder bei Fidel Castro und beschrieb diesen als Repräsentanten der kubanischen Tradition des Kampfes.
    “Fidel hat den Kampf für unsere Rückkehr geschürt und war der Kompass unseres Widerstands,” sagte er.
    Er dankte auch der kubanischen Regierung und der Kommunistischen Partei, einschließlich Präsident Raúl Castro, für den betriebenen Aufwand und die ständige Unterstützung ihrer Sache und ihrer Familien.
    Laut Prensa Latina habe er auch das “Kubanische Institut für Völkerfreundschaft” und das “Internationale Komitee für die Freiheit der Cuban Five” für deren Solidaritätskampagnen in aller Welt gelobt. (Quelle Prensa Latina vom 29. März 2014)

Quasi um uns auch selber Mut zu machen, hier eine vorläufige Bilanz der internationalen Solidarität mit den Fünfen:

Im Schatten des beginnenden Irak-Krieges im März 2003 wurden die Fünf einmal wieder in folterähnliche Isolationshaft verbracht, die für ein Jahr gelten und danach jeweils willkürlich verlängert werden können sollte.
Wir haben es u.a. auch mit Hilfe von Amnesty International geschafft, dass sie nach einem Monat wieder in die übliche Haft in ihren jeweiligen damaligen Hochsicherheitsgefängnissen verbracht wurden.

Wir haben die UN-Arbeitsgemeinschaft zu Willkürlichen Inhaftierungen dazu bewegt, dass sie im Mai 2005, der Bush-Administration ihre Beurteilung des Falles schickte, wonach die Haft der Fünf als “willkürlich” erklärt wurde.
(Dabei darf man natürlich nicht die Rolle der tapferen Ehefrauen und Mütter der Fünf, die wiederholt in Genf vorgesprochen haben, vergessen.)

Wer weiß, ob das 3-Richter-Gremium in Atlanta im August 2005 den Mut gehabt hätte, die Verurteilungen der Fünf wegen der vorurteilsträchigen Atmosphäre am Gerichtsort Miami als “null und nichtig” zu erklären.
(Leider wurde dieses Ergebnis bekanntlich 2006 von einem 12-Richter-Gremium in Atlanta überstimmt.)

Als Ende 2009 die Strafen für drei der Fünf reduziert und sie aus berüchtigten Hochsicherheitsgefängnissen in “normale Gefängnisse” entlassen wurden, sagte die Staatsanwältin Caroline Heck-Miller, dies geschehe, um die “internationalen Wogen des Protestes zu glätten”.
2010 schwang sich der US-Sektor von Amnesty International endlich dazu auf, der Obama-Administration die Überprüfung des Falles nahezulegen.

Und wer weiß, ob René González während seiner “Bewährungszeit” in den USA zur Trauerfeier seines Vaters nach Kuba hätte reisen dürfen, um von dort aus seine doppelte Staatsbürgerschaft auch als US-Bürger widerrufen und dann in Kuba bleiben zu können.

Und als Fernando González, nachdem er am 27. Feb. 2014 seine Haft verbüßt hatte, hätte er nach Angaben der US-Behörden wegen seiner illegalen Einwanderung in die USA unter falschem Namen noch für unbestimmte Zeit in einem US-Einwanderungsgefängnis festgehalten werden können, aber man hat ihn umgehend nach Kuba geschickt, weil man ihn “raushaben” wollte.
(Entsprechende Proteste gegen seine weitere Inhaftierung waren in den USA schon angekündigt.)
Die Arbeit geht eben einfach weiter für die noch verbleibenden der Drei der “Cuban Five”.
Die nächste Großveranstaltung, die 3. “5 Tage für die 5” in Washington, ist vom
4. – 11. Juni 2014 geplant, die wir so bekannt wie möglich machen und für die wir auch unsere Bundestagsabgeordneten gewinnen müssen.
(Ein Auslandskorrespondent des “Spiegel” in Washington hat uns versprochen, “diese Veranstaltung im Auge zu behalten”. Jens Glüsing vom “Spiegel” hatte vor etwa 2 Jahren auch einmal Adriana in Havanna interviewt, so, wie zuvor schon Georg Hohmann von der “Süddeutschen”, aber von beiden hört und sieht man nichts mehr.)

Es ist in aller Welt das gleiche Muster, ob z.zt. in Venezuela oder in der Ukraine, aber unsere “windschnittigen” Journalisten wollen einfach nicht darüber berichten.

Mit herzlich-solidarischen Grüßen

auch von Dirk
Josie

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.