Übertragung der Trauerfeier für Mandela

einen Bericht von Josie und Dirk als Kommentar geschrieben an den weltspiegel

——– Original-Nachricht ——–

Betreff: Übertragund der Trauerfeier für Mandela
Datum: Tue, 10 Dec 2013 14:21:40 +0100
Von: Josie und/oder Dirk Brüning
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Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Interesse verfolgen wir die augenblickliche Übertragung der Trauerfeier für Nelson Mandela.
Mit tiefem Bedauern müssen wir jedoch feststellen, dass Sie wieder die Chance verpasst haben, dem kubanischen System eine Rehabil9itierung zuteil werden zu lassen, die sicher im Sinne Nelson Mandelas gewesen wäre, dessen Erbe Sie mit dieser Sendung zu Recht zu würdigen versuchen.

Wir haben mit einer gewissen Hoffnung auf in Zukunft verbesserte Beziehungen zwischen den USA und Kuba gesehen, dass Obama Raúl Castro die Hand gereicht hat.
Immerhin  versucht sich Kuba vor allem gegen die umfangreiche US-Handels- und Finanzblockade am Leben zu erhalten.
Die augenblicklichen Zustände in Kuba haben wir gerade wieder 4 Wochen lang erlebt, und der Bevölkerung geht es bei Weitem besser als der Mehrheit der Bevölkerungen in der Dritten Welt und in Südafrika.

Wir waren schon enttäusch über den dsikreditierenden Unterton der kubanischen Verhältnisse, mit der sie Raul Castros Rede ankündigten, und  wir sind enttäuscht über Ihre vergleichweise Missachtung gegenüber dessen Rede, die es verdient hätte, mit der gleichen Sorgfalt behandelt und übersetzt zu werden wie die wieder einmal wunderbare Rhetorik von Präsident Obama, der bisher keine entsprechenden Taten gefolgt sind.

Sie haben eine entscheidende Stelle von Rauls Rede abgeschnitten, in der er ein für Kuba wichtiges Zitat Mandelas, dessen Beginn wir auf Spanisch verstanden haben, anhob vorzutragen:
Denn insgesamt mehrere zehntausend kubanische Internationalisten hatten ab 1975 auf der Seite der Befreiungsbewegung MPLA gegen eine Intervention Südafrikas im gerade unabhängig gewordenen Angola gekämpft. Die Niederlage der Rassisten dort öffnete den Weg zur Unabhängigkeit Namibias 1990 und zur Befreiung Südafrikas.
Mandela selbst würdigte dies 1991 bei einem Staatsbesuch in Havanna: »Lang lebe die Kubanische Revolution, lang lebe Genosse Fidel Castro! Die kubanischen Internationalisten haben sehr viel für die Unabhängigkeit, Freiheit und Gerechtigkeit in Afrika getan. Wir bewundern die Opfer des kubanischen Volkes, die es bereit ist, im Kampf um seine Unabhängigkeit und Souveränität zu erbringen – gegen eine brutale imperialistische Kampagne, die die Fortschritte der Kubanischen Revolution zerstören soll. Es kann keine Kapitulation geben. Die Frage lautet: Freiheit oder Tod. Die Kubanische Revolution ist eine Quelle der Inspiration für alle freiheitsliebenden Völker.«

Ganz im Sinne von Nelson Mandela hätten wir uns gewünscht, dass Sie seinem Beispiel gefolgt wären. Denn er hatte den seit dem 19. Jahrhundert andauernden Befreiungskampf gegen die Sklaverei, um Souveränität des Landes und um die Würde jedes einzelnen Mitbürgers verstanden.

Hier noch ein Foto, das belegt, dass Nelson Mandela wie auch viele andere Persönlichkeiten dieser Welt auf Seiten der Opfer des US-Terrors gegen Kuba war. wie der Unrecht zu maßlosen Gefängnisstrafen verurteilten “Cuban Five:
Nelson Mandela liest Antonio Guerreros Buch “Desde mi Altura” [Aus meiner Höhe]

Es handelt sich um einen Gedichtband von im Gefängis verfassten Gedichten eines der seit dem 12.09.1998 in den USA inhaftierten fünf kubanischen politischen Gefangene, die ihr Land vor den von US-Boden ausgehenden Terroranschlägen schützen wollten.

In der Hoffnung, dass dieses Unrecht endlich auch vom Weltspiegel wahrgenommen wir
und freundlichen Grüßen

-- 

Josie Michel-Brüning. Dipl. Päd. u. system. Familientherapeutin i.R. und Dirk Brüning, Chemieingenieur für Nuklear- und atmosphärische Chemie, i.R. 
Jan-von-Werth-Str. 80
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Tel.: ++49-2461-8571
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