Solidarität mit dem ecuadorianischen Volk, das von Chevron wegen einer historischen Erdölkatastrophe Gerechtigkeit verlangt und sich zur Wehr setzt

Das US-amerikanische Unternehmen Chevron ist die zweitgrößte Erdölfirma der USA und die siebtgrößte der Welt. 2001 übernahm der Konzern das Unternehmen Texaco, welches in Ecuador zwischen 1964 und 1992 Erdöl förderte und exportierte. In dieser Zeitspanne war Texaco für das Auslaufen von 71 Millionen Liter Erdölrückstände und 64 Millionen Liter
Rohöl auf mehr als 2 Millionen Hektar des ecuadorianischen Amazonas-Regenwaldes
verantwortlich, wie ein ecuadorianischer Gerichtshof nach neun Jahren Gerichtsverfahren
feststellte.
Das Wasser, das die indigene Bevölkerung dieses Gebietes trinkt, in dem sie fischt und
badet, ist hochgradig verschmutzt. Ihre Gesundheit ist bedroht.
Ein ecuadorianischer Gerichtshof verurteilte Chevron im Jahr 2011 dazu, 9,6 Milliarden USDollar zu zahlen und sich innerhalb der folgenden zwei Wochen öffentlich zu entschuldigen. Andernfalls würde die Summe verdoppelt. Chevron lehnte es ab, sich zu entschuldigen und akzeptierte das Urteil nicht. Deshalb wurde der Richterspruch im Jahr 2012 bestätigt und das transnationale Unternehmen zur Zahlung von 19 Milliarden US-Dollar verurteilt.
Dass hier Profit vor Menschenrechte sowie Menschenwürde und Gesundheit ging, zeigt folgender Umstand: Zum damaligen Zeitpunkt hatte das Unternehmen bereits eine patentierte Technologie, welche derartige negativen Auswirkungen der Erdölförderung
beträchtlich verringert; in den USA hatte der Konzern sie bereits angewendet. In Ecuador
hat Texaco diese Technologie zu keinem Zeitpunkt genutzt. Das multinationale Unternehmen entschied sich, veraltete Techniken zu verwenden, weil das höhere Profite
brachte.
Es gilt jetzt, ein Zeichen der Solidarität zu setzen und die Front zur Verteidigung des
Amazonas, die gegen dieses Unternehmen geklagt hat, international zu unterstützen.
Deshalb: Solidarität mit den Indígenas von Ecuador!
Chevron muss endlich die volle Verantwortung übernehmen und die betroffenen Menschen entschädigen, anstatt weiterhin Millionen Euro in Kampagnen und Prozesse gegen den ecuadorianischen Staat zu stecken!
ErstunterstützerInnen und Erstunterstützerorganisationen dieses Aufrufs sind Bundestagsabgeordnete von Die Linke:
Sevim Dagdelen,
Ulla Jelpke,
Heike Hänsel,
Gesine Lötzsch,
Niema Movassat,
Wolfgang Gehrcke,
Eva Bulling-Schröter,
Andrej Hunko,
Dr. Diether Dehm,
Dr. Annette Groth,
Dr. Sahra Wagenknecht,
Dr. Kirsten Tackmann.

Volker Beck, MdB (Bündnis 90/Die Grünen),
Andrea Gerbode, Mitglied der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der

Bezirksverordnetenversammlung Berlin Treptow-Köpenick.
Sabine Bock, Mitglied der SPD-Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung Berlin
Treptow-Köpenick.
DIE LINKE.Tempelhof-Schöneberg.
Koordinierungsrat der Arbeitsgemeinschaft Cuba Sí in der Partei DIE LINKE.
Florian Warweg, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika von DIE LINKE.
Gerhard Mertschenk, Vorstandsmitglied Alexander-von-Humboldt-Gesellschaft e.V.
Dr. med. Klaus Piel, Vorsitzender der Humanitären Cubahilfe e.V.
Volker Wirth, KarEn e.V.
Hans-Gerd Öfinger, Vorstandsmitglied von Hands Off Venezuela.
Christoph Mürdter, Redaktionschef von „Der Funke“.
Klaus Hartmann, Bundesvorsitzender der Deutschen Freidenker.
Uta u. Eduard Mader, Elke Zwinge, Mitglieder des Leitungskollektivs Freidenker Berlin.
Lucía Muriel, Psychologin, Psychotherapeutin und Vorsitzende des bundesweiten Verbands migrantischer Organisationen in der Entwicklungspolitik Migration-Entwicklung-Partizipation e.V. (MEPa).
Heinrich Bücker, Vorstand Berlin gegen Krieg, Friedensinitiative Berlin.
Bündnis für Soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde e.V. (BüSGM).
Website-Redaktion Die Freiheitsliebe – Freiheit und Frieden.

Privatpersonen:
Prof. Dr. Martin Kaupenjohann, TU Berlin, Institut für Ökologie, Berlin,
Axel Anlauf, Subbelrather Str. 138, Köln,
Garnet Bräunig, Alter Güterbahnhof 12 c, 22303 Hamburg,
Franziska Kusche, August-Bebel-Straße 78, 02785 Olbersdorf
Harald Neuber, Journalist und Kulturanthropologe, Berlin
Dr. Dario Azzellini, Dozent, Berlin / Linz
Luiraima Salazar, Geowissenschaftlerin, Vertreterin PSUV Jugend, Iberoamérica e.V., Jena
Birgit Lembke, Referentin Marketing für umweltpolitische Themen/Online-Marketing.

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