Am 12. September gelbe Bänder für die Freilassung der CubanFive/Aufruf von René González an das kubanische Volk und an die Völkergemeinschaft

Von der Außenstelle Bonn der Botschaft der Republik Kuba

Liebe Compañer@s,

Liebe CubafreundeInnen,

Sehr geehrte Damen und Herren,

die heutige Nachricht ist der Ausdruck des Wunsches nicht nur eines gerechten Mannes sondern eines ganzen Volkes, dass es endlich den CubanFive Gerechtigkeit wiederfährt.

Für diejenigen, die noch nichts über den Fall gehört haben, ergibt sich die Gelegenheit mehr darüber zu erfahren.

Denjenigen die schon an unserer Seite seit 15 Jahre für ihre Freilassung kämpfen, bitten wir darum, sich diese Initiative anzuschließen und sie in Ihrer Vorbereitungen der Internationalen Aktionswochen für die Freilassung der CubanFive einzuschließen.

Lassen wir die Welt mit einem gigantischen gelben Band für die Freilassung der CubanFive am 12. September anbinden!

Mit solidarischen Grüßen,

Außenstelle Bonn der Botschaft der Republik Kuba

Hiermit der Text der Anrede von René González Sehwerert an das kubanische Volk und der Text des Liedes.

Die Anrede als Video und das Musikclip des Liedes können unter http://www.cubadebate.cu/especiales/2013/09/03/rene-gonzalez-que-cuba-se-llene-de-cintas-amarillas-el-12-de-septiembre-alocucion-en-video-y-videoclip/

gesehen werden.

René González: Kuba am 12. September voller gelbe Bänder.

(Anrede in Video und Musikclip des Liedes „Tie A Yellow Ribbon (‚Round The Ole Oak Tree)“ durch kubanische Musiker und Sänger)

3. September 2013

Anrede von René González, antiterroristischer Kämpfer und Held der Republik Kuba im kubanischen Fernsehen am 3. September 2013

Liebe Landeskameraden,

vor allem bitte ich um Entschuldigung dafür, dass ich gerade zu dieser Stunde bei euch eindringe. Ich weiss genau, wie wichtig diese Sendung für die kubanische Familie ist und verspreche, ich werde nicht lange reden, doch es ist wichtig, dass diese Anrede die möglichst größte Anzahl von Zuschauern erreicht.

Wie von allen bekannt werden am kommenden 12. September schon 15 Jahren seit unserer Inhaftierung vergangen sein. Jedes Jahr werden sowohl nationale als auch internationale Aktionswochen organisiert, um Gerechtigkeit zu fordern. Wir wollen aber, dass die diesjährigen Aktionswochen zwichen dem 5. September und dem 6. Oktober ein einmaliges Ereignis werden, dass sie besondere Aktionswochen werden, wo ihr die Hauptrollen spielt.

Fünzehn Jahre sind sehr viel Zeit im Leben eines Menschen. Die Kinder wachsen und werden zu Männer und Jugendlichen; Verwandte sterben und sind nicht mehr bei uns und ein Teil der kubanischen Bevölkerung ist in diesen fünfzehn Jahren geboren.

Ich habe meine Strafe vollständig verbüßt. Wir müssen aber verhindern, dass dies bei meiner vier Brüder der Fall wird, und zwar wegen dem, was es bedeuten würde. Auch wenn es schwer fällt, es zu sagen, wir müssen uns daran erinnern, dass dies für Gerardo – falls die Absichten der US-Regierung in Erfüllung gehen – der Tod ins Gefängnis bedeuten würde.

All diese Jahre hindurch haben wir das kubanische Volk als Hauptspender der Zuneigung gehabt. Diese Zuneigung ist in all den möglichen Formen zum Ausdruck gebracht worden, in den Briefen, in den Zeichnungen der Kinder und gerade diese Zuneigung wünschen wir uns als Protagonist der Aktionswochen.

Ich hatte die Gelegenheit sie selber zu spüren, sie zu erleben, sie in alle möglichen Formen auf den Straßen Kubas und auf jedem geografischen Winkel der Insel mit den Händen zu greifen. An diese Zuneigung appellieren wir heute, dass sie zum Ausdruck kommt, wo ihr sie nach ihrem Wunsch ausdrücken wollt, in der Vielfälltigkeit, die uns als Kubaner auszeichnet und je nach der Art, der jeder in seinem Klassenraum, in seinem Arbeitzplatz, in seinem Viertel, in seiner Gemeinde für die beste hält.

Für diese Aktionswochen werden Initiativen vorbereitet, die zu gegebener Zeit bekannt gegeben werden. Wir sind der Meinung aber, das Wichtigste ist, dass jeder von euch sich dieser Initiativen anschließt, jeder in seiner eigenen Art, in der Art die ihr denkt, ihr könnt es besser schaffen.

Ich habe für das kubanische Volk einen einzigen persönlichen Aufruf, der aber eine Geschichte verlangt. Ich wünsche mir, dass am kommenden 12. September ein Erdbeben das Land erschüttert: ein wunderschönes Erdbeben, ein Erdbeben der Liebe, eine Botschaft des kubanischen Volkes an das US-amerikanische Volk, und zwar durch ein Symbol, das für das mittelständige US-Amerikaner ein Liebessymbol ist, ein Symbol der Zuneigung und ein Symbol, das sie in ihre eigene Sprache verstehen werden. Dieses Symbol ist das gelbe Band.

Ich wünsche mir, dass am 12. September das Land voller gelbe Bänder wird und das der Besucher oder der ausländische Korrespondent, der bei uns zu Besuch ist, es nicht übersehen kann. Ich wünsche mir, dass an diesem Tag die Insel Kuba erschüttert wird und gelbe Bänder auf den Bäume, auf den Balkonen, bei den Menschen, wie auch immer es ihr euch ausdennkt, ihr könnt sie tragen, zu sehen sind, bei euren Haustiere, wie auch immer ihr es entscheidet, dass diese gelbe Bänder das Land überschwämen und dass dies nicht übersehen werden kann, so dass es unbedingt auf der ganzen Welt darüber berichtet werden muss, dass das kubanische Volk auf vier von seiner Söhne wartet, die immer noch in den USA gefangen gehalten werden.

Das gelbe Band ist ein Symbol, das in der Kultur des US-Amerikaners sich verwurzelt hat. Es begann mit dem englischen Bürgerkrieg als die Ehefrauen der Kämpfer auf die Rückkehr ihrer Ehemänner mit gelben Bänder warteten.

Danach wurde es an den US-amerikanischen Bürgerkrieg übermittelt und die Tradition hatte in der Zeit seine Schwankungen, wobei die Bedeutung sich veränderte, bis in den 70er Jahre letzten Jahrhunderts ein Epoche machendes Lied die Tradition nochmals als Bestandteil der US-amerikanischen Kultur belebte.

Das Lied erzählt eine wunderschöne Geschichte über eines Gefangenen, der nah dazu ist, aus dem Gefängnis zu kommen und für seine Verlobte  ein einziges Verlangen hatte, wenn sie ihn noch liebe, solle sie ein gelbes Band um einen Baum anbinden. Durch den Text und die Lyrik des Liedes entwickelt sich eine Sehnsucht dieses Mannes, der aus dem Gefängnis kommt und es nicht mehr aushalten kann, zu wissen, ob das gelbe Band tatsächlich um das Baum sein wird. Als er den vereinbarten Ort erreicht, findet er dort hundert gelbe Bänder.

Von diesem Moment an wurde das gelbe Band das Symbol für den US-Amerikaner, der auf jemanden wartet – auf jemanden der auf Posten im Ausland ist, auf einem Soldat, auf einem geliebten Menschen- und diese ist die Botschaft, die wir wollen, dass ihr an das US-amerikanische Volk übermittelt und zwar, dass das kubanische Volk auf die Rückkehr vier seiner Söhne wartet und dass es sich dabei nicht nur um ihre Verwandte handelt, die sie persönlich kennen, sondern um ein ganzes Land, um ein ganzes Volk, das auf vier seiner Söhne wartet, die ungerecht in den USA gefangen gehalten werden.

Wir zählen auf euch dafür, wir vertrauen euch. Wir wünschen uns, dass diese Aktionswochen anders sind und dass sie auch die letzten werden. Ich bin der Überzeugung, dass dieser der richtige Moment ist, sie nach Hause zu bringen und dafür zählen wir mit eurer Unterstützung.

Vielen Dank

Lied

„Tie A Yellow Ribbon (‚Round The Ole Oak Tree)“

I’m comin‘ home, I’ve done my time

Now I’ve got to know what is and isn’t mine

If you received my letter telling you I’d soon be free

Then you’ll know just what to do

If you still want me

If you still want me

 

Whoa, tie a yellow ribbon ‚round the ole oak tree

It’s been three long years

Do ya still want me (still want me)

If I don’t see a ribbon ‚round the ole oak tree

I’ll stay on the bus

Forget about us

Put the blame on me

If I don’t see a yellow ribbon ‚round the ole oak tree

 

Bus driver, please look for me

‚cause I couldn’t bear to see what I might see

I’m really still in prison

And my love, she holds the key

A simple yellow ribbon’s what I need to set me free

I wrote and told her please

 

Whoa, tie a yellow ribbon ‚round the ole oak tree

It’s been three long years

Do ya still want me (still want me)

If I don’t see a ribbon ‚round the ole oak tree

I’ll stay on the bus

Forget about us

Put the blame on me

If I don’t see a yellow ribbon ‚round the ole oak tree

 

[Instrumental Interlude]

 

Now the whole damned bus is cheerin‘

And I can’t believe I see

A hundred yellow ribbons ‚round the ole oak tree

 

I’m comin‘ home, mmm, mmm

 

(Tie a ribbon ‚round the ole oak tree)

(Tie a ribbon ‚round the ole oak tree)

(Tie a ribbon ‚round the ole oak tree)

 

(Tie a ribbon ‚round the ole oak tree)

(Tie a ribbon ‚round the ole oak tree)

 

 

 

 

 

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