US-Experte verteidigt Asylpolitik Venezuelas

Pressemitteilung des Lateinamerika-Portals amerika21.de  12. Juli 2013

Washington, 12.07.2013. Im Interview mit dem Lateinamerika-Portal amerika21.de hat der US-amerikanische Lateinamerika-Experte Mark Weisbrot die Politik linksgerichteter Regierungen Lateinamerikas gewürdigt. Der Fall Snowden zeige, dass in Südamerika in den vergangenen 15 Jahren eine Reihe von Regierungen in freien Wahlen an die Macht gekommen sind, die sich vom Einfluss der USA wirklich frei gemacht haben, so Weisbrot. “Das ist ein wichtiger Unterschied zu den europäischen Staaten, denen es nicht gelungen ist, eine von Washington unabhängige Außenpolitik zu entwickeln”, fügte der Vizedirektor des Zentrums für Politik- und Wirtschaftsstudien (CEPR) mit Sitz in Washington an.
Zugleich nahm der US-Lateinamerika-Experte Ecuador und Venezuela in Schutz: “Selbst wenn die Kritik an der Politik Ecuadors und Venezuelas zutreffen würde, was meist nicht der Fall ist: Wer von den Kritikern hat auf die tausenden politischen Flüchtlinge aus El Salvador, Chile oder anderen Staaten Lateinamerikas hingewiesen, die vertrieben wurden, weil die USA dort Terrorregime unterstützt haben?”, begegnete er entsprechenden Vorwürfen. Zudem wisse jeder, der die Lage in den genannten Staaten Südamerikas kenne, dass die internationalen Medien “eine Karikatur der Wirklichkeit und des Zustandes der Pressefreiheit dort verbreiten”.
Bei einer Aufnahme Snowdens durch ein südamerikanisches Land – im Gespräch sind derzeit Venezuela und Ecuador, – würde die US-Regierung alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um den entsprechenden Regierungen zu drohen, sagte der US-Experte weiter: “Und sicherlich besteht die Möglichkeit verdeckter Operationen.” In Ecuador habe es im Jahr 2010 bereits einen Putschversuch gegen Präsident Correa gegeben, erinnerte Weisbrot.

Den gesamten Text finden Sie hier: https://amerika21.de/2013/07/83717/us-experte-venezuela-snowden
Das Interview finden Sie hier: https://amerika21.de/analyse/83718/weisbrot-interview-snowden

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