Brief zum Fernsehbeitrag: Nelson Mandela – Ein Leben für die Freiheit, 9. Juni 2013

——– Original-Nachricht ——–
Betreff: Nelson Mandela – Ein Leben für die Freiheit, 9. Juni 2013
Datum: Mon, 10 Jun 2013 12:31:44 +0200
Von: Josie und/oder Dirk Brüning <>
An: ,

Sehr geehrte Damen und Herren in der Redaktion,

nach diesem Beitrag zu Nelson Mandela fragen wir uns nicht zum ersten Mal: Gibt es eine Zensur im “öffentlich-rechtlichen” Fernsehen, die auch vor der Geschichte, ja vor Geschichtsfälschung, nicht halt macht?

Hätten die Autoren des Films Nelson Mandela gefragt, wem er seine Befreiung und die letztendliche Abschaffung der Apartheid in Südafrika verdanke, so hätte er sich sicher erinnert, dass es kubanische Streitkräfte waren, die den Kampf des A.N.C. in Angola gegen das aus Namibia kommende Heer des südafrikanischen Apartheidsregimes entscheidend unterstützt hatten – Drei der “Cuban Five” hatten dort mitgekämpft: Fernando González, René González und Gerardo Hernández – und dass es Fidel Castro war, der bei den Friedensverhandlungen von 1989 und 1990 als Bedingung für den Abzug der kubanischen Truppen aus Angola keinen Anspruch auf irgendwelche südafrikanischen Bodenschätze oder andere Besitztümer gestellt hatte, sondern nur die Freilassung Nelson Mandelas verlangt hatte. Nelson Mandela wiederum hatte bei der offiziellen Antrittsfeier zu seiner Präsidentschaft über Südafrika im Mai 1994 im Beisein der Regierungsvertreter und Honoratioren aus aller Welt, unter anderem auch von Bill und Hillary Clinton, Fidel Castro umarmt und gesagt: „We ow this day to you!“ [Wir verdanken Euch diesen Tag]. [i]

[i] vgl.: “Castro was key in South Africa’s liberation”, Published on February 24, 2008, 12:00 am, By James N Kariuki, unter:

http://emba.cubaminrex.cu/Default.aspx?tabid=16026 , Vgl.: Speech by President Nelson Mandela at the Banquet in Honour of President Castro of Cuba, Paarl, 4 September 1998, s. Zitat: “[…]For that, we thank the Cuban people from the bottom of our heart. […]”, http://www.anc.org.za/ancdocs/history/mandela/1998/nm0904.htm ;

Was glauben Sie, warum sich bspw. Erzbischof Desmond Tutu, gemeinsam mit 10 anderen Nobelpreisträgern bis auf den heutigen Tag für die Freilassung der “Cuban Five” aus US-Gefängnissen einsetzt, von denen drei auf Seiten der ANC in Angola gekämpft hatten?
Auch die “Cuban Five” dürfen im “öffentlich-rechtlichen” Fernsehen in vorauseilendem Gehorsam gegenüber den “Siegermächten” nicht vorkommen, stattdessen wird die entsprechende stets diffamierende US-Propaganda des um sein Überleben, die Wahrung seiner humanitären Errungenschaften und seine Souveränität kämpfenden Kubas unkritisch übernommen.

Und gerade werden wir wieder Zeuge, wie die US-Regierung Jagd auf “Whistlebowers” macht, nicht nur im spektakulären Fall von Bradley Manning, sondern neuerdings auch auf diejenigen, die der Presse die widerrechtliche Kontrolle seitens der US-Gemeindienste über die Kommunikation im gesamten Internet verraten haben.

Mit zutiefst um unsere Demokratie
besorgten Grüßen

Josie Michel-Brüning, Dipl. Päd. und system. Familientherapeutin i.R.
Dirk Brüning, Dipl. Ing. in atmospärischer Chemie i.R.

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