Diplomaten: Massive Differenzen zwischen CELAC und EU — Pressemitteilung des Lateinamerika-Portals amerika21.de

Pressemitteilung des Lateinamerika-Portals amerika21.de

27. Januar 2013

Diplomaten: Massive Differenzen zwischen CELAC und EU

Santiago de Chile/Berlin, 27.01.2013. Bei dem ersten Gipfeltreffen zwischen der Europäischen Union und der Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten (CELAC) in Santiago de Chile sind an diesem Wochenende erhebliche Meinungsverschiedenheiten zutage getreten. Unter Berufung auf teilnehmende Diplomaten berichtet das Lateinamerika-Portal amerika21.de über Auseinandersetzungen aufgrund unterschiedlicher Konzepte in der Handelspolitik. Unterschiedliche Ansichten habe es auch bei der Migrationspolitik und in der Haltung gegenüber der US-Blockade gegenüber Kuba gegeben.

Für eine Überraschung sorgte demnach Chile: Entgegen der Erwartungen legte ausgerechnet die wirtschaftsliberale Regierung von Präsident Sebastián Piñera Widerspruch zu EU-Positionen in der Handels- und Investitionspolitik ein. Das Thema dürfte auch bei einer Unterredung zwischen dem Staatspräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Rolle gespielt haben.

Zahlreiche Diskussionspunkte spiegeln sich auch in dem Entwurf der Abschlusserklärung wider, der amerika21.de vorab vorlag. Darin drängten die CELAC-Staaten bereits in der Einleitung des Handelsteils auf die Verurteilung “unilateraler Maßnahmen mit extraterritorialem Charakter”. Im nächsten Satz verweisen die lateinamerikanischen und karibischen Staaten explizit auf das US-amerikanische Helms-Burton-Blockadegesetz gegen Kuba. Dem Dokument zufolge drängte die EU auf Streichung beider Sätze.

In Santiago de Chile kommen von Freitag bis zum morgigen Montag Vertreter aus 60 Staaten Lateinamerikas, der Karibik und der EU zusammen.

Sie erreichen den Beitrag unter: http://amerika21.de/2013/01/76333/differenzen-eu-celac-2013

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