Petition: Stoppt Racial Profiling! – german/english – 18.12.2012

Hier ein Aufruf zur Unterzeichnung einer Petition gegen “Rafcial Profiling!”. Bitte unterstützt diese Petition, Solidarität ist keine Einbahnstraße und diese Maßnahme trifft auch uns und unsere compañeras und compañeros.

Da es eine offizielle Petition an den Deutschen Bundestages ist, müssen sich Unterzeichnende anmelden, lasst Euch dadurch nicht von der Unterzeichnung abhalten.

Betreff: [SFiD-News] Petition: Stoppt Racial Profiling! – german/english – 18.12.2012
Datum: Sat, 24 Nov 2012 14:11:40 +0100
Von: Elke Michauk <>
An:

[Quelle: http://www.pm-buendnis.de/de/aktuelles/nachricht/ansicht/petition-stoppt-racial-profiling-germanenglish-18122012/]

German

Stop Racial Profiling!
Racial Profiling ermöglicht der Polizei, Menschen nur aufgrund von Äußerlichkeiten wie der Hautfarbe zu kontrollieren und gegebenenfalls auch zu durchsuchen und abzuführen.
Seit dem 20. November ist es für vier Wochen möglich, unsere Petition gegen die diskriminierende Behandlung durch die Bundespolizei zu unterschreiben. Wenn wir die Grenze von 50.000 Unterschriften erreichen, können wir unser Anliegen dem Bundestag persönlich vortragen.

Bitte unterstützt unsere Initiative für die Gleichstellung aller Menschen in Deutschland!

Hier geht es zur Petition bei Bundestag.de:
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2012/_11/_07/Petition_37656.nc.html

 

Wortlaut der Petition:

Wir, die Petentinnen und Petenten, fordern den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung auf, die folgenden Maßnahmen einzuführen und umzusetzen, um Diskriminierung durch „Racial/Ethnic Profiling“ zu beenden. „Racial/Ethnic Profiling“ beschreibt die diskriminierende Verwendung von Zuschreibungen (wie ethnische Zugehörigkeit, phänotypische Merkmale, nationale Herkunft oder Religion) als Grundlage für Identitätskontrollen und Durchsuchungen ohne konkretes Indiz durch die Bundespolizei.

Im Einzelnen fordern wir:

 

  • Die bundesgesetzlichen Regelungen abzuschaffen, die sogenannte verdachtsunabhängige Personenkontrollen der Polizei erlauben. Bei diesen Kontrollen werden Menschen aufgrund einer rein subjektiven Beurteilung der Beamt_innen nach äußerlichen Kriterien ausgewählt, ohne dass nachprüfbare Gründe vorliegen müssen. Diese Kontrollen leisten daher ganz zwangsläufig einer Ungleichbehandlung basierend auf „Racial/Ethnic Profiling“ Vorschub.
  • Diskriminierungstatbestände, die von staatlichen Akteuren ausgehen – wozu „Racial/Ethnic Profiling“ durch die Polizei zu zählen ist – in § 2 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) einzufügen.
  • Durch Anti-Rassismus-Trainings und eine Überarbeitung der Einsatzstrategie die Polizeibehörden in die Lage zu versetzen, ihre hoheitlichen Aufgaben auch ohne „Racial/Ethnic Profiling“ durchzuführen. Sowohl die Polizeiausbildung als auch die Fortbildung von Polizeibeamt_innen muss auf diese Herausforderung angemessen reagieren.
  • Meldestrukturen zu schaffen, die eine lückenlose Erfassung von Fehlverhalten von Polizeibeamt_innen, erlauben. Diese Vorkommnisse müssen von einer unabhängigen und fachkompetenten Prüfinstanz analysiert und bearbeitet werden. Eine bundesweite Statistik soll hierzu geführt werden.

 

Zur Begründung geht’s hier

 

English

Stop Racial Profiling!

Racial/ethnic profiling is a form of institutionalized racism and entails the discriminatory use of personal attributes (such as skin color, ethnic or religious affiliation, national origin or language) as a basis for identity checks and searches without a concrete warrant by the police.

Please sign our petition to the German Parliament:

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2012/_11/_07/Petition_37656.nc.html

 

Text of the petition

What, in concrete terms, do you wish to achieve with your petition?

We, the petitioners, are calling on the German Bundestag and the Federal Government:

 

  • To adopt and permanently and sustainably enforce anti-racism trainings that strengthen the awareness of racial/ethnic profiling in the regional police and the federal police forces, thus ensuring that the police carry out their constitutional duties without regard to national origin or “skin color” of an individual, as is provided by article 3 of the Basic Law (German constitution). Both basic police training as well as continued education of officers must respond to this challenge adequately.
  • To institute an amendment to the General Equal Treatment Act (AGG) in § 3 AGG in order to recognize racial/ ethnic profiling as an act of discrimination, which is illegal.
  • To prohibit identity checks so called “controls without suspicion”. These identity checks rest on subjective judgment of officers, who tend to select people based on ascribed “ethnic” affiliation or “skin color” without any other reason at hand and hence eventually lead to racial/ ethnic profiling.
  • To create fully transparent and independent administrative structures for reporting misconduct of police officers. These events need to be analyzed and processed by an independent and competent review body. A nationwide statistic would have to be made in this regard.

Explanation

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