Kuba nach dem Durchzug des Hurrikans Sandy am 25./26.10.2012

Kuba nach dem Durchzug des Hurrikans Sandy am 25./26.10.2012
(Zusammenfassung Cuba Sí, Quelle: Granma)
• Wirtschafts- und Sozialkomitee des Nationalen Verteidigungsrats analysieren die Situation
im Osten Kubas, um Schäden zu beziffern, Ausmaß der Zerstörungen auszuwerten und
Hilfsmaßnahmen einzuleiten
• Santiago de Cuba, Holguín und Guantánamo am meisten betroffene Provinzen
• Zivilverteidigung: Verlust von Menschenleben
La Habana, 26 oct (PL) Präsident Raúl Castro äußerte seine Zuversicht, dass die Schäden,
die Hurrikan “Sandy” im Osten des Landes verursacht hat, bald beseitigt seien. In den
gestrigen frühen Morgenstunden telefonierte er mit den Leitern der Zivilschutzbehörden in
den betroffenen Provinzen und ließ sich über die Zerstörungen informieren. Er sei
zuversichtlich, dass die Kubaner wüssten, was nun als erstes zu tun, sei um die Schäden zu
beseitigen. Er wolle sich selbst in den nächsten Stunden ein Bild der Lage verschaffen.
Sandy erreichte eine Kategorie 2 auf der Saffir-Simpson-Skala. Der Sturm erreichte in den
gestrigen frühen Morgenstunden die östlichen Provinzen, von wo schwere Schäden an den
Strom- und Telekommunikationsnetzen sowie an Wohnhäusern vermeldet werden.
Schäden begutachten und nötige Hilfe leisten – sofort und organisiert
Der Präsident des Nationalen Verteidigungsrats, Raúl Castro, ordnete die umgehende
Schadensbetrachtung und die Koordinierung der nun wichtigen Hilfsmaßnahmen an. Nach
bisherigen Meldungen sind die Provinzen Santiago de Cuba und Holguín am schwersten
betroffen. Erste Berichte sprechen von 330 000 Personen, die evakuiert wurden. Noch
können genaue Schäden nicht näher beziffert werden.
Zu den ersten wichtigen Maßnahmen zählt nun der Wiederaufbau der Infrastruktur, um den
Betroffenen Lebensmittel, Medikamente, Baumaterial und andere notwendige Unterstützung
zukommen zu lassen. Wichtig sei auch die Kontrolle und Überwachung der sanitären und
hygienischen Bedingungen vor Ort, um das Risiko von Epidemien zu eliminieren.
Santiago de Cuba, Holguín und Guantánamo am stärksten betroffene Provinzen
Sturmböen mit Spitzengeschwindigkeiten von 175 km/h zeichneten ein Bild der Verwüstung
in Santiago de Cuba. In der rund 494 000 Einwohner zählenden Stadt gibt es kaum ein
Viertel, das nicht verschont blieb. Schäden an Wohnhäusern, an der Stromversorgung, an
Telefonleitungen und an Industriebetrieben sind zu verzeichnen.
Große Straßenzüge wie die Avenida Los Libertadores, Garzón, Manduley, Las Américas und
die Allee Paseo Martí sind durchschnitten von umgeknickten Bäumen und Masten. Das
historische Stadtzentrum ist blockiert durch Schutt, zerstörte Möbel und Häuserteile.
Nach ersten Schätzungen weisen zehntausende Wohnhäuser Schäden auf, in allen Vierteln
ist die Stromversorgung zusammengebrochen. Auch wird von Zerstörungen in Dutzenden
Bäckereien, Lebensmittelläden, Lagerhäusern, touristischen Einrichtungen, Schulen und
Bildungsstätten sowie in Krankenhäusern berichtet. Letztere nahmen aber bereits ihre
Arbeitsfähigkeit wieder auf.
Landwirtschaft: 2695 ha Bananenplantagen zerstört im Landwirtschaftsbetrieb Laguna
Blanca, Schäden an Geflügelhöfen, an drei Fabriken für Kraftfutter, Auswirkungen auch auf
die Kaffeeernte, was sich auch auf die Erträge der Einzelerzeuger auswirkt.
Niederschläge: Niederschlagsmenge überstieg 336 mm, wodurch die Stauseen und -becken
81 Mio. Kubikmeter Wasser aufnehmen konnten. Sie sind nunmehr zu 82% gefüllt ( 539 Mio
Kubikmeter).
Aufräumarbeiten in vollem Gange
Schon kurz nach Morgengrauen begannen die Aufräum- und Reinigungarbeiten. Zusammen
mit den Bürgern sind Brigaden der Armee, des Bauministeriums, der Kommunalen
Versorgungsbetriebe und der Landwirtschaft im Einsatz.
Materielle Schäden in Holguín und Guantánamo
Der Hurrikan Sandy forderte keine Menschenleben in Holguín, hinterließ aber Verwüstungen
an städtischen Einrichtungen und Wohnraum, der derzeit beziffert wird.
Die größten Schäden sind zu verzeichnen in den Gemeinden Cueto, Mayarí, Banes, Antilla,
Báguano und Urbano Noris. Die Stadt Sagua und die umliegende gleichnamige Gemeinde
wurden überschwemmt durch den anschwellenden Fluss der Region.
Zivilverteidigung: 11 Menschenleben zu beklagen
9 Bewohner aus Santiago de Cuba, 2 aus Guantánamo.
Weitere Informationen und Fotos zum Hurrikan auch unter:
http://visiondesdecuba.com/2012/10/25/sandy-deja-serios-estragos-a-su-paso-por-el-orientede-cuba-fotos-de-la-ciudad-de-holguin/

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.