»Kuba erlaubt Rückkehr von Flüchtlingen – Neuer Reformschritt betrifft Zeit nach 1994«

Leserbrief von Heinz W. Hammer zu einem nd-Artikel

http://www.neues-deutschland.de/artikel/802465.kuba-erlaubt-rueckkehr-von-fluechtlingen.html?sstr=Kuba|erlaubt|Rückkehr (Achtung! Artikel ist Bezahlartikel)

Essen, d. 27.10.2012
Betreff:
»Kuba erlaubt Rückkehr von Flüchtlingen – Neuer Reformschritt betrifft Zeit nach 1994«

In diesem 48zeiligen nd-Beitrag wird sieben Mal das Wort »Flucht« in verschiedenen Varianten gewählt. Nun ist die Migration weltweit, so auch zwischen den Amerikas, seit Jahrhunderten tägliche Realität. Mir ist bisher nicht aufgefallen, dass die Migration von Menschen bspw. aus Kolumbien, Haiti, Guatemala oder Brasilien in die USA vom »nd« oder anderen Zeitungen pauschal als »Flucht» eingeordnet würde. Und Menschen, die die Bundesrepublik verlassen, wird diese Klassifikation ebenfalls verweigert. Im Gegenteil: Mit solcherart Auswanderung werden banale, aber einträgliche TV-Sendungen bestritten.

Wenn es dagegen um Migration aus Cuba geht, so wird automatisch die wertende Bezeichnung »Flucht« gewählt. Zufall? Wohl kaum. Es muss jede sich bietende Gelegenheit genutzt werden, dieses sozialistische Land zu verunglimpfen. Und Menschen, die vorgeblich vor einem angeblich diktatorischen Regime in Cuba flüchten und die von den USA im Gegensatz zu Migranten aller anderen Länder automatisch willkommen geheißen werden, kommen da gerade recht.

Da kann die Realität gern mal auf der Strecke bleiben. Doch verantwortungsbewusster, seriöser Journalismus sieht anders aus.

 

Heinz-W. Hammer,

Essen

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