„Bruder im Kampfe“ Grußbotschaft von Ramón Labañino

Kubanischer Kundschafter schickt aus dem Gefängnis eine Grussbotschaft an das Fest der Linken

Auf dem diesjährigen Fest der Linken in Berlin verlas Aili

Labañino, die Tochter des in den USA inhaftierten Kundschafters

Ramón, die Botschaft, die ihr Vater an die Teilnehmer

der dreitägigen Veranstaltung gerichtet hat. Die GEHEIMRedaktion

veröffentlicht den Text in deutscher Übersetzung, für

die sie die Verantwortung übernimmt.

Ramón Labañino gehört zu der Gruppe der fünf kubanischen

Aufklärer, die seit 1998 in US-Gefängnissen einsitzen. Sie hatten

antikubanische Exilgruppen in Florida unterwandert, um

weitere terroristische Anschläge gegen ihre Heimat zu verhindern.

Ihre Arbeit war so erfolgreich, dass Havanna zu gegebener

Zeit Washington vor geplanten Attentate warnte und zum

Handeln aufforderte. Aber anstatt die mutmasslichen Täter an

ihrem Handeln zu hindern, nahm das FBI Ramón und seine Kameraden

fest. Es folgte ein Prozess in Miami fern jeglicher

Rechtsstaatlichkeit. Raob wurde zu Lebenslänglich plus 18

Jahre Haft verurteilt. Weitere Informationen finden sich auf der

Webseite www.miami5.org.

 

Liebe Brüder und Schwestern:

Unser Nationalheld José Martí sagte

in Bezug auf den grossen Meister

Karl Marx:

“Karl Marx studierte die Formen,

um die Welt auf neue Grundlagen zu

stellen, und er weckte die Schlafenden,

und er zeigte ihnen die Art, wie die kaputten Stützbalken

niederzureißen sind…. Er war nicht nur der titanische Antreiber

des Zorns der europäischen Arbeiter, sondern tiefgründiger

Seher der Ursache menschlicher Miseren ebenso wie der

Schicksale der Menschen, und ein Mensch durchdrungen von

dem Wunsch, es gut zu machen. Er sah in allem das, was er

selbst in sich trug: Aufsässigkeit, den Weg nach oben, Kampf

… Karl Marx wird der nobelste Held und der mächtigste Denker

der Welt der Arbeit genannt” …

Eben dieses Bild dieses grossen Denkers ist es, das uns heutzutage

zur Einheit, zum Kampf, zum höchsten Weg hin zum

Wohle dieser unserer Menschheit aufruft, die der realen, strukturellen

und umfassenden Veränderungen so bedarf, die ein

neues und besseres gesellschaftliches System gebieren, wo weder

Ausgebeutete noch Ausbeuter existieren noch das Kapital

als Lebensmotiv, sondern der Gewinn des Menschen, des gesamten

Volkes als einzige Prämisse der Arbeit einer jeden Regierung.

Die Hauptkrisen des Imperialismus (als letzte und höchste

Phase des Kapitalismus) werden jedes Mal tiefer, länger und

wiederholen sich öfter. Noch haben wir die grosse Finanz-Banken-

Immobilien-Depression von 2008 nicht verlassen, die mit

Marionettenregieungen auskehrt, um andere nicht weniger dem

Geld und den imperialen Banken unterfügige einzusetzen, indem

sie immer ihre Sparmassnahmen auf den schon erschöpften

Schultern der aller Ärmsten und Ausgegrenzten ablädt.

Zum Glück ist die Hoffnung so lebendig und aktiv gewesen

wie noch nie zuvor. Und das liegt daran, dass sie in jedem von

uns selbst, in jedem einzelnen derer, die sich heute hier in diesem

Szenario versammeln, in jedem würdevollen Revolutionär

eines jeden Volkes dieses Weltkreises. Sie ist in den Bewegungen

der Indignados und Besetzer, in den grossen Massen,

die täglich bewusster werden und grössere Verantwortung angesichts

der Brandungen der Geschichte übernehmen. Sie ist

in den 99 Prozent, die auf diesem Planeten leben und die der

so grossen Ungleichheit, des Krieges, Geizes und der Unverhältnismäßigkeit

überdrüssig sind.

Wir Fünf haben die hohe Ehre ebenfalls dieser revolutionären

und progressiven Vorhut anzugehören, auf der zum grössten

Teil die Zukunft dieses Planeten, so wie wir ihn kennen, ruht,

ebenso wie das Privileg Eure Brüder heute und für immer zu

sein.

Erhaltet aus den USA eine starke und aufrichtige Umarmung

von den Fünf mit dem grössten Wunsch für den Erfolg dieser

Veranstaltung und aller Aktivitäten, die noch stattfinden werden.

Wir Ihr wisst, befindet sich unser Fall in einem kritischen

Moment, in dem die Solidarität aller entscheidend sein wird,

um den finalen Sieg und die Freiheit zu erringen. Und wir sind

davon überzeugt, dass wir – vereint, aktiv und unnachgiebig –

diesen Kampf gewinnen werden, so dass wir in Zukunft unter

Euch sein werden als ein weiterer Bruder im Kampfe in der

Verteidigung der besten Anliegen.

Zählt immer auf uns für alles und jederzeit!

Die Liebe und Dankbarkeit der Fünf ist mit Euch!

Immer bis zum Sieg!

Fünf brüderliche Umarmungen!

Gerardo, René, Fernando, Tony, Ramón

FCI JESUP, Georgia, USA, den 14. Juni 2012, 17:10h

MIAMI5

 

„Volverán“ (Sie werden heimkehren) steht auf dem

Schild, das im Zentrum der kubanischen Stadt Cienfuegos

daran erinnert, dass die fünf in den USA einsitzenden

Kundschafter nicht vergessen sind.

Unweit dieses Schilds befindet sich auch die „Casa de los

Cinco“ (Das Haus der 5). Die rüstige Hausherrin hat ihr

Wohnzimmer zu einem Dokumentationszentrum umgerüstet,

in dem sie gerne ausländische Gäste empfängt und sie

in ihrer liebevollen Art über den Fall der Miami 5 umfassend

zu informieren.

Das Schicksal der Cuban Five ist bei allen öffentlichen

Terminen ein obligatorisches Gesprächsthema.

 

aus Geheim  27 (2012) 2

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