Homophobe Präsidenten

Dieser Artikel ist erschienen in Poonal Nr. 1012

Homophobe Präsidenten

Mittwoch, den 12. September 2012
von Antonio MedinaAntonio Medina, freier Journalist und Dozent an der UNAM in Mexiko-Stadt. Foto: Adital(Fortaleza, 17. August 2012, adital).- Rafael Correa hat sich ehrlich gegenüber seinem Volk gezeigt: In der Onlineausgabe der Zeitung El Comercio war der ecuadorianische Präsident von einem Leser als Schwuchtel beschimpft worden, worauf der Inhaber des höchsten Amts im Staate Ende Juli in einem Programm des Radios La Sabatina sinngemäß mit den Worten „Selber Schwuchtel!“ konterte. Der Präsident gab seinen Lapsus öffentlich zu und ging angesichts der Proteste zivilgesellschaftlicher Organisationen für die sexuelle Vielfalt sogar so weit, sich öffentlich für seine homophobe Äußerung zu entschuldigen – ein für einen lateinamerikanischen Präsidenten recht untypischer Akt.

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