Wasser versus Gold

Protest gegen das Minenprojekt Conga: Umweltschützer und Bauern im nordperuanischen Cajamarca marschieren 800 Kilometer nach Lima

Anne Grit Bernhardt, Cajamarca

Auf den Straßen von Cajamarca im Norden Perus werden Lose verkauft. 2 Soles das Stück, rund 0,60 Euro. Selbst der Präsident der örtlichen Front zur Verteidigung der Umwelt, Wilfredo Saavedra, verkauft mit. Gesammelt wird, um die Marschkosten decken zu können: Verpflegung und Busse. Die rund 800 Kilometer bis zur peruanischen Hauptstadt sollen teilweise zu Fuß und teilweise per Bus zurückgelegt werden. Zehn Tage soll der »Marsch für das Wasser« von Cajamarca nach Lima dauern. Am heutigen Mittwoch geht es los. Zeitgleich sollen Märsche und andere Aktionen für den Schutz des Wassers im ganzen Land stattfinden. Protestiert wird gegen das gigantische Gold- und Kuperminenprojekt Conga, das die Wasserreserven der Region gefährdet und zu erheblichen Umweltverschmutzungen führen würde. Mehrere Bergseen und Feuchtgebiete sollen zerstört, Grundwasserreserven abgepumpt werden. Das Projekt wird vom Minenbetreiber Yanacocha geplant, der zu gut 51 Prozent der US-amerikanischen Firma Newmont Mining Coorporation gehört, zu 44 Prozent der peruanischen Firma Buena­ventura und zu fünf Prozent der Weltbank.
http://www.jungewelt.de/2012/02-01/049.php

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