Schutz vor der Krise

Kein Vertrauen in den Norden: Venezuela hat sein Gold nach Hause geholt
André Scheer
Es war eine wertvolle Fracht, die Venezuelas Armee am Montag abend (Ortszeit) transportierte. In einem langen Konvoi aus gepanzerten Fahrzeugen, flankiert von schwerbewaffneten Soldaten, wurden 14 Tonnen Gold im Wert von rund 53 Millionen Euro vom internationalen Flughafen Maiquetia bei Caracas in die Safes der Zentralbank (BCV) transportiert. Es war der letzte Teil der venezolanischen Goldreserven, die bislang in Geldhäusern Europas und Nordamerikas gelagert worden waren. Präsident Hugo Chávez hatte im vergangenen August angekündigt, die insgesamt 160 Tonnen Edelmetall, die einen Gesamtwert von knapp sieben Milliarden Euro haben, aus den ausländischen Banken abzuziehen. Damit sollte verhindert werden, daß die Staatsreserven des südamerikanischen Landes durch den Zusammenbruch von Geldinstituten im Zuge der Weltwirtschaftskrise in Mitleidenschaft gezogen werden. Eine erste Fuhre war bereits im November in Caracas eingetroffen.
http://www.jungewelt.de/2012/02-01/035.php

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