Partners in Leadership (Westerwelle in Lateinamerika)

Newsletter German-Foreign-Policy

Newsletter vom 15.02.2012 – Partners in Leadership

BRASILIA/BERLIN (Eigener Bericht) – Mit seiner aktuellen
Lateinamerika-Reise forciert der deutsche Außenminister eine neue
Strategie für die globale Machtpolitik Berlins. Demnach strebt die
Bundesrepublik engere Partnerschaften mit sogenannten regionalen
Führungsmächten in aller Welt an, um ihren eigenen Einfluss rund um
den Globus auszubauen. In Lateinamerika kommen dabei aus Sicht der
Bundesregierung Brasilien und Mexiko in Frage – die zentralen Ziele
der aktuellen Außenminister-Reise. Über Brasilien heißt es in
Fachanalysen aus Berlin, dem Land sei zumindest auf subkontinentaler
Ebene “ein klarer Führungsanspruch” zu attestieren, den es mit Hilfe
seiner “hard power” und seines sehr leistungsfähigen Auswärtigen
Dienstes langfristig wohl auch einlösen könne. Es sei daher ein höchst
geeigneter Verbündeter der Bundesrepublik. Mexiko wird skeptischer
beurteilt. Das Land lege zu großen Wert auf die “Doktrin der
Nichteinmischung” gegenüber fremden Staaten und befinde sich in allzu
starker Abhängigkeit von den USA, heißt es bei der Berliner Stiftung
Wissenschaft und Politik (SWP). Hier sei noch umfängliche Vorarbeit zu
leisten. Seine machtpolitischen Vorhaben bemäntelt Berlin wie üblich
mit scheinbar unpolitischen Initiativen: Wie der Außenminister
ankündigt, wird die Bundesrepublik nächstes Jahr in Brasilien ein
“Deutschlandjahr” mit umfassenden kulturellen und wissenschaftlichen
Aktivitäten starten.

mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58268

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.