Rio Xingú wird gestaut

Rio Xingú wird gestaut
Brasiliens Umweltbehörde genehmigt Megaprojekt Belo Monte. Trotz Auflagen fürchten Gegner des Wasserkraftwerks um Ureinwohner und Umwelt
Andreas Knobloch
War es das? Nach jahrzehntelangem Hin und Her hat die brasilianische Umweltbehörde Ibama in der vergangenen Woche endgültig grünes Licht für das Megastaudammprojekt Belo Monte im Herzen des Amazonas-Regenwaldes erteilt. Die Genehmigung ist ein Sieg für Präsidentin Dilma Rousseff. Die sieht sich zwar gegenwärtig mit der ersten ernsten Krise seit Amtsantritt im Januar konfrontiert – ihr Kabinettsminister wurde zum Rücktritt gezwungen, weil er einen enormen Zuwachs seines Privatvermögens in kurzer Zeit nicht erklären konnte. Doch mit Belo Monte glaubt Rousseff beim Wahlvolk – und beim Unternehmerlager – punkten zu können. Ebenso wie ihr Vorgänger Luiz Inácio da Silva gehört sie zu den eifrigsten Befürwortern des Projekts, das nach mehr als zwei Jahrzehnten Planung nun wohl realisiert wird.

http://www.jungewelt.de/2011/06-10/022.php

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